Konrad II, auch Konrad der Ältere genannt wurde um 990 geboren und verstarb am
4. Juni 1039 in Utrecht.
Ab 1024 war er König des Ostfrankenreiches, seit 1026 auch König von Italien.
1027 wurde er zum römisch-deutscher Kaiser und war ab 1033 auch König von Burgund.
Als Nachfolger des Ottonen Heinrich II, welcher kinderlos blieb, wurde Konrad der Gründer
des Königshauses der Salier.
Herkunft :
Das Geschlecht, welchem Konrad angehörte, wurde erstmals im 12. Jahrhundert und dann im
14. Jahrhundert als "salisch" bezeichnet. Die Vorfahren der Salier waren vermutlich
die Widonen, welche bereits im 7. Jahrhundert zur Führungsschicht gehörten.
Ende des 8. Jahrhunderts splitteten sich die Widonen in mehrere Zweige auf. Einer dieser Zweige
etablierte sich in der Region Worms und Speyergau.
Seit dem Anfang des 10. Jahrhunderts kann diese Linie der salischen Vorfahren, beginnend mit
Werner, Graf in Worms-, Nahe- und Speyergau, ohne Unterbrechung verfolgt werden.
Familie Konrads :
Konrad vermählte sich Jahre 1016 mit der bereits zweimal verwitweten Gisela von Schwaben.
Gisela war die Tochter Hermanns von Schwaben, der bei der Königswahl des Jahres 1002 erfolglos
Ansprüche geltend gemacht hatte.
Aus den vorausgegangenen Ehen Giselas brachte diese zwei Söhne und eine beträchtliche Mitgift,
das Herzogtum Schwaben, in die Ehe ein.
Heinrich II. versuchte den konradisch-salischen Einfluß zu unterdrücken, in dem er Gisela und damit
auch Konrad von der Verwaltung des Herzogtums ausschloß.
Die Vormundschaft über Giselas Sohn Ernst II. und damit auch die Leitung des Herzogtums übertrug er
an den Bruder des verstorbenen Herzogs Poppo, der 1016 ebenfalls Trierer Erzbischof wurde.
Giselas Mutter Gerberga war eine Tochter des burgundischen Königs Konrad von Burgund und Enkelin des
des westfränkischen karolingischen Herrschers Ludwig IV. Auch ihr Vater Hermann II. war ein direkter
Nachkomme der Karolinger.
Die Ehegatten Gisela und Konrad hatten mit dem Liudolfinger Heinrich I. einen gemeinsamen Vorfahren.
Konrad in fünfter, Gisela in vierter Generation. Nach dem Kirchenrecht waren Ehen unter Verwandten des
ersten bis siebten Grades nicht erlaubt.
Der Ehe von Konrad und Gisela entsprang bereits im ersten Ehejahr der Sohn Heinrich. Dieser wurde als
Heinrich III. Nachfolger seines Vaters als Herrscher des Reiches.
Kaiserkrönung :
die Kaiserkrönung von Konrad und Gisela durch Papst Johannes XIX. fand am 26.März 1027 in Rom statt.
Sie zählt zu den glanzvollsten des Mittelalters.
Es waren Knut der Große und Rudolf III. von Burgund, der Großabt Odilo von Cluny und mindestens
70 hochrangige Geistliche, die Erzbischöfe von Köln, Mainz, Trier, Magdeburg, Salzburg, Mailand
und Ravenna anwesend.
Die Teilnahme Rudolfs bedeutete eine Annäherung zwischen Burgund und dem römisch-deutschen Reich.
Eine recht ausführliche Vitae Konrad II. findet sich bei
Wikipedia.